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Dimensionsbetrachtungen reichen bis in die Anfnge der Mechanik und besonders der Strmungslehre zurck. Zu der Fortentwicklung dieser Wissenschaften und zu dem Er- kenntnisfortschritt der Naturwissenschaften allgemein haben Dimensionsbetrachtungen wesentliche Beitrge geliefert und oft richtungsweisend neue Wissensgebiete erffnet. Leider verdeckt der Hinweis auf dimensions analytisch begrndete Anstze leicht die hin- ter diesen Anstzen stehende geistige Leistung und verfhrt zur Annahme, da sich die Mhen neuer Erkenntnisse durch hastige, rezeptartige Anwendungen dimensionsana- lytischer Methoden vermeiden lieen. Gescheiterte Anstze und bittere Enttuschun- gen sind die Folge und einhergehend die Ablehnung dieser Methoden berhaupt. Der leichtfertige Umgang mit Dimensionsbetrachtungen wird durch Lehrbcher gefrdert, die Rezepturen in den Vordergrund stellen und an (wohl bekannten) Beispielen zei- gen, wie leicht, ans Wunderbare grenzend, sich physikalische Erkenntnisse von tiefer Bedeutung gewinnen lassen. Die formale Dimensionsanalyse kann aber aus einer Pro- blemstellung nur die, fr die Lsung unwichtige, Information entfernen, die ber das Masystem eingetreten ist. Das stellt noch keine physikalische Erkenntnis dar. Daher kann die formale Durchfhrung der Dimensionsanalyse nicht im Vordergrund stehen, zumal diese fast trivial ist. Im Vordergrund steht vielmehr die Durchdringung der ge- gebenen Fragestellung, die Abstraktion und Vereinfachung des Problems, die es erst gestattet, die relevanten physikalischen Gren zu erkennen und damit ihre Zahl auf das fr die Beschreibung absolut notwendige Minimum zu beschrnken. Erst dann ist eine Dimensionsanalyse sinnvoll, weil sie die notwendige Zahl der Vernderlichen wei- ter reduziert. Aber dieser Satz der neuen Vernderlichen ist nicht eindeutig.

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